Die Geschichte einer griechischen Hündin

Aus der griechischen Tierwelt
geschrieben von Johanna (Hundemami in Griechenland)

Hallo, ich bin Blacky!
Bin, glaube ich, 1.5 Jahre alt und eine schöne schwarze Hündin. Zu 80% bin ich ein Labrador und die anderen 20% sind mir egal!
Mein bisheriges Leben war ziemlich aufregend. Als ich noch klein und hilflos war, setzte mich mein „liebevoller“ Erstbesitzer aus. Kurz darauf fuhr mich ein rücksichtsloser Autofahrer kurzerhand über den Haufen. Ich dachte: „Hund (damals war ich noch namenlos) nun haben deine Probleme ein Ende“.

Jedoch sah mich mein späteres Frauchen blutüberströmt auf der Strasse liegen. Sie trug mich zu meinem neuen Zuhause, pflegte mich liebevoll wieder gesund. Nun war ich fast wieder wie früher und alles konnte gut werden. Aber wie ein Hundeleben so spielt, kam alles ganz anderst…

Es war ein schöner, warmer Tag im Mai, ideal zum Herumschnüffeln. Aber Denkste!!!
Eine dicke, fette „Nudel“ schlängelte sich auf mich zu und eh ich mich versah, hatte sie mich gebissen. Die “Nudel“ nennt ihr übrigens Schlange. Kurz darauf wurde mir übel, meine Beine wackelten wie Pudding und in meinem Kopf und einfach überall wurde es entsetzlich heiss. Oh, oh sinnierte ich, nun ist es auch mit der weiteren Chance vorbei! Viel später kam mein Frauchen zurück, immer wenn man sie braucht ist sie nicht da, sie holte einen Mann, man nennt ihn Tierarzt. Dieser spritze mir etwas in den Körper und sprach aufgeregt von 40 Grad Fieber. Mein Frauchen machte sich Vorwürfe, das sie nicht Zuhause war, als mir dieses Malheur passierte. Recht so, dachte ich, mein Hundeleben hing nun an einem dünnen Hundehaar! Aber auch das habe ich überstanden!

Die letzte Woche war so richtig besch….
Pech Nummer 1: Mein täglicher Spaziergang mit Frauchen wurde gestrichen, diese meinte „Blacky, Du bist läufig!“ Und das jetzt, wo ich soooo begehrenswert bin und die Verehrer Schlange stehen!!!
Pech Nummer 2: Der Spritzenmann kam wieder. Man glaubt es kaum. Dreimal stach er mich! Zuerst wollte er mein Blut, mir wurde fast übel, denn seit meinem Unfall kann ich kein Blut mehr sehen und erst recht nicht das Meine! Danach wurde geimpft. Aber das Beste kommt zum Schluss, er verpasste mir einen Chip im Nacken! Seine erbärmliche Begrünung lautete „Jetzt bist du gechipt und Europaweit erkennbar“ Er fragte nicht mal, ob ich das will! Auch bekam ich einen Europäischen Impfausweis mit dem ich weltweit reisen konnte. Und das tat ich dann schliesslich auch!
Am 30. April 09 verliess ich mit Frauchen Griechenland und flog nach Deutschland…

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